Bitcoin

Was ist Bitcoin?

David Eggert

Bitcoin ist ein Begriff, der in den vergangenen Jahren immer häufiger in den Nachrichten, im Internet und in Gesprächen auftaucht – vor allem, wenn es um den Preis geht. Aber was ist Bitcoin eigentlich genau? Viele Menschen wissen, dass es etwas mit digitalem Münzen zu tun hat, aber Bitcoin ist viel mehr als das.

Bitcoin – einfach erklärt

Bitcoin setzt sich aus „Bit“ (eine Maßeinheit für digitale Informationen) und „Coin“ (englisch für Münze) zusammen. Es steht für die digitale Währung Bitcoin (kurz BTC) und das Zahlungssystem, das es erlaubt, digitale Bitcoins direkt von Nutzer zu Nutzer zu senden, ohne dass eine Bank oder eine andere Institution dazwischen geschaltet ist.

Sie ist die erste Währung, die auf einer Technologie namens Blockchain aufbaut und durch benötigte Computerrechenleistung eine Verbindung von der digitalen zur echten Welt herstellt.[1] Die Bitcoin-Blockchain ist wie eine gemeinsame Datenbank. Hier werden alle Informationen gespeichert, zum Beispiel wer wie viele Bitcoins besitzt und wann jemand Bitcoins verschickt hat.

Anders als herkömmliches Geld, das von Zentralbanken ausgegeben wird, kommen Bitcoins durch das Lösen von digitalen Puzzles zustande. Dieser Vorgang heißt Bitcoin-Mining und ähnelt dem Bergbau, bei dem man physisch arbeitet, um Erze zu gewinnen. Hier wird allerdings Computerleistung genutzt, um neue digitale Münzen zu „schürfen“ (engl. minen). Die gesamte Menge an Bitcoins, die jemals gefunden werden können, ist dabei auf knapp 21 Millionen begrenzt von denen bereits fast 94% im Umlauf sind.

Woher kommt Bitcoin?

Im Jahr 2008, als Antwort auf die Finanzkrise, veröffentlichte eine Person oder eine Gruppe unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto einen wissenschaftlichen Aufsatz, das sogenannte Bitcoin-Whitepaper. Dieses Dokument stellte Bitcoin als Idee einer digitalen Währung vor, die unabhängig von traditionellen Bankensystemen funktionieren sollte.

Das Interessante darin ist, dass Satoshi Nakamoto schon vor der Veröffentlichung des berühmten Whitepapers in Kontakt mit der Gruppe der Cypherpunks stand. Bereits im Jahr 2007 teilte er seine Idee einer digitalen Währung in einem E-Mail-Verteiler der Cypherpunks. Er suchte aktiv den Austausch mit ihnen, um Feedback zu erhalten und Bitcoin weiterzuentwickeln.[2]

wieder keiner

Muss man wissen: Cypherpunks

Cypherpunks, abgeleitet vom englischen Wort „cypher“ für Chiffre, sind eine Gruppe von IT-Experten, die sich für den Schutz persönlicher Daten und das Offenlegen von öffentlichem Wissen einsetzen. Sie beschäftigen sich mit der Verschlüsselung von Daten und Kommunikationswegen und treten im Internet oft anonym auf.

Vor der Erfindung von Bitcoin gab es bereits etliche Versuche (auch von einigen Mitgliedern der Cypherunks), eine rein digitale Währung zu entwickeln, doch alle scheiterten. Bitcoin baute auf diesen früheren Anläufen auf und kombinierte verschiedene Technologien auf innovative Weise.[3]

Interessanterweise verschwand Satoshi Nakamoto im Jahr 2011 spurlos von der Bildfläche. Bis heute bleibt die Identität hinter diesem Pseudonym ein Rätsel. Niemand weiß, wer Satoshi wirklich ist, ob es sich um eine Einzelperson oder eine Gruppe handelt.

Für was braucht man Bitcoin?

Die Probleme von digitalem Geld

Wenn du im Laden mit Bargeld bezahlst, weiß der Verkäufer sofort, dass er sein Geld für die Ware bekommt. Das liegt daran, dass du das Geld beim Kauf physisch tauschst –nach dem Kauf hat der Verkäufer das Geld und du kannst es nicht noch einmal ausgeben.

Soweit so logisch, allerdings ist die Sache bei digitalem Geld etwas komplizierter.

Bei digitalen Zahlungen muss das Geld in einer ja zuerst in digitaler Form existieren. Das Problem mit digitalen Dingen ist, dass sie sehr leicht kopiert werden können. Du erinnerst dich vielleicht an das Aufkommen und Tauschen von illegalen Kopien von Filmen, Spielen, E-Books, Software und Musik im Internet.

Um zu verhindern, dass digitales Geld einfach kopiert wird, laufen Online-Zahlungen über Banken. Diese führen Buch über das Geld. Wenn du also digital bezahlst, sagt deine Bank der Bank des Empfängers, dass sich dein Guthaben verändert hat, und sie notieren das in ihrem System. Daher wird dieses Geld auch als Buchgeld bezeichnet.

Das System funktioniert doch, warum sollte man daran etwas ändern?

Nun, das herkömmliche Bankensystem hat einige Nachteile, u.a.:

  • Überweisungen sind oft langsam. Eine normale Überweisung dauert mindestens einen Tag, am Wochenende passiert gar nichts, und wer Geld ins Ausland überweisen will, muss oft lange warten und hohe Gebühren zahlen.
  • Banken können auch pleitegehen. In Deutschland sind zwar Einlagen bis zu 100.000 € gesichert, aber das gilt nicht überall. In manchen Ländern gibt es überhaupt keinen Schutz. 
  • Banken können dein Konto ohne Vorwarnung einfrieren, zum Beispiel, wenn sie denken, dass du Geldwäsche betreibst. Dann kommst du zum Teil wochenlang nicht an dein Geld.
  • Nicht jeder bekommt ein Bankkonto. Banken entscheiden, ob sie mit dir eine Geschäftsbeziehung eingehen oder dir ein Konto verwehren. In Deutschland hat man zwar ein Recht darauf, aber das ist nicht überall so. Weltweit haben über 1,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einem Bankkonto.
  • Neues Geld wird durch Kreditvergabe geschaffen und steht unter dem Einfluss der Europäischen Zentralbank (EZB). Dadurch ist die Gesamtmenge des Geldes nicht begrenzt, was zu einer kontinuierlichen Entwertung des Geldes (Inflation) führt.[4]
  • Neues Geld gelangt nicht gleichmäßig an alle Menschen, sondern zuerst an staats- und bankennahe Personen und Institution, die dadurch deutlich bevorzugt werden. Dieses Phänomen wird auch als Cantillon-Effekt bezeichnet.

Wo kommt jetzt Bitcoin dabei ins Spiel?

Bitcoin als Lösung für digitales Geld

Bitcoin ermöglicht es, digitale Werte, also Bitcoins, online zu versenden, ohne dass eine Bank die Konten überwachen muss. Stattdessen führt Bitcoin selbst Buch darüber und sorgt dafür, dass Bitcoins nicht einfach kopiert werden können, obwohl sie komplett digital sind. 

Zudem kann kein Staat, kein Unternehmen und keine mächtigen Personen Bitcoin einfach abschalten oder nach ihrem Belieben verändern. Änderungen an Bitcoin können nur getätigt werden, wenn die Mehrheit der Nutzer einverstanden ist.[5]

Bitcoin wird daher aus folgenden Gründen gebraucht:

  • Bitcoin ermöglicht es Nutzern, ihr eigenes Guthaben in Form von Bitcoins zu besitzen, das frei von zentraler Kontrolle, Zensur oder willkürlicher Konfiszierung ist.
  • Bitcoin dient es dazu, digitale Werte einzigartig zu machen und zu speichern, da man Bitcoins nicht einfach kopieren oder mehrfach ausgeben kann. So dient es als eine Art digitales Gold bzw. Wertspeicher.
  • Bitcoin ermöglicht den schnellen und kostengünstigen globalen Versand von Guthaben, ohne dass Banken oder andere Unternehmen als Mittler benötigt werden.
  • Bitcoin kann nicht durch Inflation massiv entwertet werden, da die Gesamtmenge auf 21 Millionen limitiert ist, von denen die meisten bereits jetzt im Umlauf sind.

Doch wie genau schafft Bitcoin das überhaupt?

Wie funktioniert Bitcoin?

Hinter Bitcoin verbirgt sich deutlich mehr als nur irgendwelche digitalen Coins, die für sehr viel Geld gehandelt werden. Bitcoin funktioniert als ein Netzwerk aus zusammengeschalteten Computern, die eine gemeinsame Datenbank (die Bitcoin-Blockchain) pflegen und anhand der Rechenleistung (durch Bitcoin-Mining) untereinander entscheiden, wer die Datenbank erweitern darf.

Nachfolgend gehen wir auf jeden dieser Punkte ein, um die Funktionsweise von Bitcoin einfach zu erklären.

Wenn du noch mehr ins Detail gehen möchtest, findest du ausführliche und technische Erklärungen unter „Wie funktioniert Bitcoin?“.

Das Bitcoin-Netzwerk

Einfach gesagt, ist Bitcoin ein Programm, das auf vielen Computern weltweit läuft. Diese Computer sind über das Internet mithilfe des Bitcoin-Programms miteinander verbunden und schaffen so ein gemeinsames Netzwerk. Diese Netzwerkteilnehmer nennt man Knoten oder auf Englisch „nodes“.

In diesem Netzwerk können die Nutzer dann einander digitale Münzen (Bitcoins) schicken. Welcher Nutzer wie viele Bitcoins auf seiner Adresse hat, wird von den Computern in einer gemeinsamen Datenbank gespeichert. Diese Datenbank heißt Bitcoin-Blockchain und wird von bestimmten Nodes auf dem neuesten Stand gehalten.

Vereinfachte Version des Bitcoin-Netzwerks
Abbildung 1: Bitcoin funktioniert durch ein Netzwerk von Computern („nodes“), die miteinander über das Internet kommunizieren. Jeder dieser Computer führt die Bitcoin-Software aus. Es gibt keinen zentralen Server; stattdessen ist jeder Computer direkt mit anderen Geräten im Netzwerk verbunden.

Als ganz normaler Nutzer kann ich mir eine der zahlreichen Bitcoin-Apps installieren, Bitcoins kaufen und mein Guthaben mit der App verwalten. Um Bitcoins im Netzwerk zu verschicken, hat jeder eine eindeutige Bitcoin-Adresse. Das ist wie die Kontonummer bei einem Bankkonto.

Die Bitcoin-Blockchain

Die Informationen in der Blockchain werden in kleinen Paketen, den sogenannten Blöcken, gespeichert, die dann aneinandergereiht werden. Ist ein Block mit Daten gefüllt, kommen neue Informationen in neue Blöcke. 

Ein Block bekommt einen einzigartigen digitalen Fingerabdruck, auch Hash genannt. Dieser Fingerabdruck wird im nachfolgenden Block gespeichert. Dieser Prozess wiederholt sich von Block zu Block und verbindet so die Blöcke miteinander. Auf diese Weise entsteht eine Kette aus Blöcken, was zum Namen Blockchain führt.

Vereinfachte Darstellung, wie Daten in Blöcke geschrieben und verkettet werden
Abbildung 2: Die Bitcoin-Blockchain besteht aus einer Kette von Blöcken, die Transaktionsdaten enthalten. Jeder Block wird durch einen einzigartigen digitalen Fingerabdruck, den Hash, gesichert und an den folgenden Block angehängt, wodurch eine unveränderliche Kette entsteht.

Außerdem haben viele der nodes eine eigene Kopie der Blockchain gespeichert und synchronisieren sich mit den anderen nodes, um immer die aktuellste Version der Blockchain zu haben. Dank dieser Mechanismen ist es fast unmöglich, bereits abgespeicherte Daten zu verändern. Das macht Bitcoin sehr sicher gegen betrügerische Manipulation.

Das Bitcoin-Mining

Die Computer, die neue Datenblöcke zur Blockchain hinzufügen, heißen Bitcoin-Miner. Der Begriff „Miner“ kommt vom englischen Wort für Bergbau, weil sie, ähnlich wie beim Schürfen nach Erzen, neue Blöcke durch den Einsatz ihrer Rechenleistung finden müssen.

Derjenige, der einen neuen Block erstellt und ihn zur Bitcoin-Blockchain hinzufügt, bekommt als Belohnung automatisch eine fest definierte Menge an Bitcoins gutgeschrieben. Jeder kann man seinem Rechner versuchen, den nächsten Block zu erstellen. Dabei steht man mit anderen Teilnehmern im Wettbewerb, da nur der Schnellste die Belohnung in Form von Bitcoins bekommt.

Bitcoin-Mining-Gerät (Antminer) der Firma Bitmain
Abbildung 3: Heutzutage existieren spezialisierte Geräte, die ausschließlich für das Bitcoin-Mining entwickelt wurden, um neue Blöcke zu finden und dafür Bitcoin-Belohnungen zu erhalten. Oft werden viele dieser Geräte zu sogenannten Mining-Pools verbunden, um die Rechenleistung zu erhöhen und effizienter nach neuen Blöcken zu suchen.

Um die Belohnung zu bekommen und den nächsten Block zur Blockchain hinzufügen zu können, müssen die Bitcoin-Miner versuchen, eine Art digitales Puzzle zu lösen. Da man das Puzzle nicht berechnen kann, müssen die Miner es durch Probieren lösen. Das gilt ausnahmslos für alle Teilnehmer am Mining. 

Hat jemand die Lösung gefunden ist daher für alle klar, dass derjenige die Rechenleistung investieren musste, da es keine andere Möglichkeit gibt. Dieser Beweis für die investierte Rechenleistung ist essenziell für Bitcoin und wird auch als Proof-of-Work (Nachweis durch Arbeit) bezeichnet. Es stellt sicher, dass alle Teilnehmer im Bitcoin-Netzwerk untereinander feststellen können, wer berechtigt ist, die Blockchain zu erweitern.[6]

Die Belohnung für die Lösung verringert sich aber ca. alle 4 Jahre bei sogenannten Bitcoin-Halving um die Hälfte, um zu gewährleisten, dass immer weniger neue Bitcoins in Umlauf kommen, bis die Gesamtzahl von ca. 21 Millionen erreicht ist. 

Bitcoin-Eigenschaften

Bitcoin besitzt eine Reihe einzigartiger Eigenschaften, die es zu einer revolutionären Kreation machen. Ob diese Eigenschaften gut oder schlecht sind, sei mal dahingestellt. Nachfolgend findest du die wichtigsten Eigenschaften so objektiv wie möglich dargestellt.

Unabhängig

Wenn man Geld über das Bitcoin-Netzwerk von einer Person zur anderen schickt, benötigt man keine Banken oder Firmen mehr, um das Geld zu verwalten. Man kann selbst über sein Geld entscheiden und wird sozusagen seine eigene Bank. Die eigenen Bitcoins sind sicher in der Bitcoin-Blockchain gespeichert, und nur man selbst hat Zugriff darauf und kann bestimmen, was damit passiert.

Man ist auch unabhängig von Ländern und deren Währungen. Niemand kann vorhersagen, welche Regeln Länder in Zukunft für ihr Geld festlegen oder ob sie einfach mehr Geld drucken, was den Wert ihrer Währung verringern kann. Obwohl der Euro stabil ist, gibt es Länder, deren Währungen schneller an Wert verlieren als bestimmte Premiumfonds. 🥸 

Bei Bitcoin gibt es eine feste Obergrenze von fast 21 Millionen Bitcoins, was bedeutet, dass nicht einfach mehr Bitcoins erschaffen werden können. 

Man kann seine Bitcoins auch schnell und ohne Begrenzung international versenden. Wer schon einmal versucht hat, große Summen über Grenzen hinweg zu schicken, kennt die Probleme: lange Wartezeiten, hohe Gebühren von Banken und manchmal einige Fragen zur Herkunft des Geldes.

Mit Bitcoin zahlt man vielleicht ein paar Euro für die Transaktion und kann ohne Umstände Bitcoins im Wert von Millionen innerhalb von Minuten weltweit versenden.

Sicher

Obwohl man oft von Betrug im Zusammenhang mit Bitcoin hört, ist Bitcoin selbst sehr sicher. Die Sicherheit wird durch die Blockchain gewährleistet. Stell dir die Blockchain als ein öffentliches Buch vor, in dem alle Bitcoin-Transaktionen verzeichnet sind. Jeder kann dieses Buch einsehen, aber niemand kann es einfach so ändern.

Jede Transaktion wird in einem „Block“ gespeichert, der dann an eine „Kette“ von früheren Blöcken angehängt wird – daher kommt der Name Blockchain. Um eine Transaktion zu ändern, müsste man den betreffenden Block und alle folgenden Blöcke ändern, was so viel Rechenleistung erfordert, dass es praktisch unmöglich ist.

Es gab zwar in der Vergangenheit ein paar Softwarefehler, aber niemand hat es wirklich geschafft, das Bitcoin nachhaltig zu hacken. Das liegt daran, dass ein Angriff auf Bitcoin z.B. durch eine 51%-Attacke sehr aufwendig und unrentabel wäre.

Bei einer 51%-Attacke müsste jemand schneller rechnen als alle anderen Bitcoin-Miner zusammen, um die Blockchain-Daten zu seinen Gunsten zu ändern. Das erfordert eine enorme Menge an Rechenleistung (mehr als die Hälfte des gesamten Netzwerks).

Aktuell liegt die gesamte Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks bei über 600 Millionen Terra Hashes pro Sekunde, was 600 Trillionen Versuchen pro Sekunde entspricht, das Mining-„Puzzle“ zu lösen. 

Um mehr als 50 % der Rechenleistung zu erreichen, bräuchte man etwa 1,5 Millionen der besten Mining-Geräte wie z.B. dem Antminer S21. Anschaffungskosten insgesamt über 7 Milliarden Euro. Dazu kommt der immense Stromverbrauch dieser Geräte, der in Deutschland über 2 Millionen Euro pro Stunde kosten würde. 

Schwierig zu skalieren

Bitcoin und seine Datenverwaltung durch eine Blockchain stoßen auf physikalische Grenzen. So ist etwa die Menge der Daten, die in einem Block gespeichert werden können, begrenzt. Das bedeutet, dass nicht unbegrenzt viele Transaktionen gleichzeitig verarbeitet werden können. Tatsächlich liegt die Zahl eher bei 5 Bitcoin-Transaktionen pro Sekunde. Es können manchmal etwas mehr sein, aber die Größenordnung ist weit davon entfernt, weltweit alle Transaktionen kostengünstig zu verarbeiten.

Diese Begrenzung ist das Thema vieler Diskussionen. Bei Bitcoin führte es sogar zur Abspaltung und Schaffung einer neuen Kryptowährung, Bitcoin Cash, die versucht, das Problem durch größere Blöcke zu lösen. Aber dieses Dilemma betrifft nicht nur Bitcoin. Andere Kryptowährungen stehen vor ähnlichen Herausforderungen und suchen nach verschiedenen Lösungen.

Das Bitcoin-Lightning-Netzwerk bietet eine Möglichkeit, die Anzahl der Transaktionen bei Bitcoin zu erhöhen, indem es Transaktionen auf einer separaten Ebene abwickelt, die nicht direkt auf der Blockchain von Bitcoin stattfinden. Obwohl dieses System bereits funktioniert, befindet es sich immer noch in der Entwicklungsphase und bietet bei Weitem noch nicht dieselbe Sicherheit wie die primäre Ebene von Bitcoin.[7]

Dezentral

„Dezentral“ bedeutet, dass im Bitcoin-Netzwerk alle Computer miteinander vernetzt sind und direkt miteinander sprechen können. Dies wird „peer to peer“ genannt, wobei „peer“ aus dem Englischen stammt und „Seinesgleichen“ oder „Ebenbürtiger“ bedeutet.

Dadurch gibt es keine zentrale Stelle, die alles kontrolliert oder die Kommunikation steuert. Stell dir das wie bei einem Download im Internet vor: Normalerweise lädst du eine Datei von einer Website über einen Server herunter. Bei einem dezentralen System hingegen bekommst du die Datei direkt von einer anderen Person. Genau so funktionieren auch Tauschbörsen im Internet, die aus Urhebergründen verboten worden sind.

Bei Bitcoin sorgt diese Dezentralität dafür, dass es keinen zentralen Punkt gibt, den Angreifer ins Visier nehmen könnten. Ohne einen einzelnen Server oder ein Unternehmen, das alles steuert, müsste man die Mehrheit aller Teilnehmer im Netzwerk angreifen, was praktisch unmöglich ist.

Rar

Im Bitcoin-Programmcode ist klar festgelegt, dass es maximal knapp 21 Millionen Bitcoins geben wird. Das bedeutet, dass die Anzahl an Bitcoins nicht erhöht werden kann. Im Vergleich dazu gibt es Kritik am Euro und anderem Fiatgeld, weil Zentralbanken sie gewissermaßen aus dem Nichts erschaffen und theoretisch unbegrenzt vermehren können.

Zudem kommt es vor, dass Menschen durch Vergessen oder Unachtsamkeit den Zugriff zu ihren Bitcoins verlieren. Ein bekanntes Beispiel ist ein Brite, der seinen Zugang zu 8.000 Bitcoins auf einer Festplatte gespeichert hatte, die er dann versehentlich weggeworfen hat.💀

Dadurch wird Bitcoin zu einer Art begrenzt verfügbarem Gut. Je mehr Menschen Bitcoin wertschätzen, desto höher ist auch ihre Bereitschaft, einen höheren Preis für einen der limitierten Coins zu zahlen. Genau das ist auch in den vergangenen Jahren passiert, wo der Preis von Bitcoin stark angestiegen ist.

Offen

Mit „offen“ ist gemeint, dass der Bitcoin-Code allen gehört, die ihn nutzen. Jeder kann Verbesserungsvorschläge, sogenannte Bitcoin Improvement Proposals (BIPs), der Gemeinschaft unterbreiten. Wenn diese Vorschläge eine Mehrheit finden, können sie sogar umgesetzt werden. Jeder hat das Recht, sich einzubringen, ohne Ausnahmen oder Ausschlüsse.

Diese Offenheit gilt auch für die Teilnahme am Bitcoin-Netzwerk selbst. Unabhängig davon, welche Rolle du im Netzwerk spielen möchtest, gibt es keine Zugangsbeschränkungen. Du benötigst keine Erlaubnis von einer Bank, einem Unternehmen oder Regierung, um Bitcoin zu benutzen. 

Niemand wird abgewiesen oder diskriminiert. Du kannst einfach ein Bitcoin-Wallet installieren und Bitcoins versenden, ohne einen Account erstellen zu müssen. Ebenso kannst du deinen eigenen PC nutzen, um Bitcoins zu minen.

Verbraucht enorme Ressourcen

Ja, Bitcoin-Mining verbraucht tatsächlich eine Menge Strom. Die Aussicht, alle 10 Minuten fast eine halbe Million Euro zu verdienen, motiviert Menschen, viel Geld in Hardware und Strom für das Mining zu investieren. Die dabei verwendete Rechenleistung dient im Grunde lediglich dazu dient, die Bitcoin-Blockchain fortzuführen.

Wenn man in Bitcoin keinen Nutzen sieht, erscheint einem der Stromverbrauch vermutlich als reine Verschwendung. Wenn man aber bedenkt, was Bitcoin mit ihrem Stromverbrauch bereits leisten kann (siehe oben bei „Wofür braucht man Bitcoin?“), sieht die Thematik wieder komplett anders aus.

Endgültig

In der Welt von Bitcoin gibt es eine wichtige Eigenschaft, die man „Endgültigkeit“ nennt. Stell dir vor, du kaufst etwas im Internet und zahlst mit Bitcoin. Sobald du die Zahlung abgeschickt hast, gibt es kein Zurück mehr. Anders als bei einer PayPal-Zahlung, Lastschrift oder einer Kreditkartenzahlung kannst du die Transaktion nicht einfach abbrechen und zurückfordern. Das bedeutet, dass, wenn du Bitcoins an jemanden sendest, das Geld definitiv bei der anderen Person ankommt.

Diese Endgültigkeit macht Bitcoin besonders sicher. Betrüger haben es schwerer, weil sie nicht einfach Geld zurückfordern können, nachdem sie eine Ware erhalten haben. Aber es bedeutet auch, dass du sehr vorsichtig beim Versenden von Bitcoins sein solltest – ein Tippfehler in der Adresse und die Bitcoins sind für immer gone.

Transparent

Entgegen einem weitverbreiteten Missverständnis ist Bitcoin nicht anonym. Bei Bitcoin sind alle Transaktionen öffentlich einsehbar, allerdings ist nicht direkt erkennbar, wer hinter den Transaktionen steckt. Jede Transaktion wird in einer öffentlichen Datenbank, der Blockchain, festgehalten. Hier kann jeder nachvollziehen, wie viel Bitcoins von einer Adresse zur anderen transferiert wurden.

Das ist vergleichbar damit, als könnte man im Internet einsehen, welche Kontonummern (IBANs) wie viel Euro besitzen und welche Überweisungen getätigt wurden. Genau so funktioniert es bei Bitcoin mit den dazugehörigen Adressen.

Diese Adressen sind pseudonym, was bedeutet, dass anstelle deines Namens nur eine lange Reihe von Zahlen und Buchstaben, deine Bitcoin-Adresse, in der Blockchain erscheint. Deshalb kann niemand direkt sehen, dass du hinter einer bestimmten Transaktion steckst.

Bitcoin-Preisentwicklung

Der Preis von Bitcoin im Vergleich zum Euro kann kurzfristig stark schwanken. In der Vergangenheit gab es Zeiten, in denen der Preis innerhalb weniger Monate um das Fünffache anstieg, nur um dann wieder rapide zu fallen, manchmal um bis zu 75 %. Trotz dieser kurzfristigen Schwankungen hat der Preis von Bitcoin langfristig stark zugenommen – von damals wenigen Cents bis hinzu über 60.000 € für einen Bitcoin.

Die genauen Gründe für diese großen Preisschwankungen lassen sich nicht mit Sicherheit bestimmen. Es gibt viele Spekulationen, aber letztlich ist es schwer, genau zu sagen, was die Preisänderungen verursacht. Was man jedoch beobachten kann, sind bestimmte Muster, ähnlich wie am Aktienmarkt. 

Bullrun & Kryptowinter

Es gibt Phasen, die als Bullrun bezeichnet werden, in denen der Preis scheinbar nur steigt und die allgemeine Stimmung sehr positiv ist. In solchen Zeiten berichten auch die Mainstream-Medien verstärkt über Bitcoin, was noch mehr Aufmerksamkeit erregt.

Wenn die Preise dann stark fallen, beginnt die Panik und die Angst, investiertes Geld zu verlieren. Die Stimmung verschlechtert sich, und wenn der Preis über Wochen weit unter dem Höchststand liegt, spricht man von einem Kryptowinter.

Abbildung 4: Die Preisentwicklung von Bitcoin der letzten Jahre im Vergleich zum Euro

Bitcoin-Preis und das Halving

Das Halving ist ein wichtiger Moment für Bitcoin, bei dem die Belohnung für das Hinzufügen neuer Blöcke zur Bitcoin Blockchain halbiert wird. Das bedeutet, dass neue Bitcoins nur noch halb so schnell erzeugt werden.

Die Überlegung dahinter ist, dass, wenn die Nachfrage nach Bitcoins gleich bleibt, aber weniger neue Bitcoins erzeugt werden, der Preis steigen sollte. Tatsächlich zeigt sich, dass kurz nach einem Halving oft ein Bullrun beginnt, bei dem der Preis von Bitcoin für etwa ein Jahr stark ansteigt.

Tabelle 1: Alle Halvings mit entsprechendem Datum und der Zeit, bis es vom Halving-Datum zum nächsten Bullrun kommt. Im Anschluss hält der Bullrun dann ca. ein Jahr, bis die Kurse dann vom Allzeithoch kontinuierlich über Monate absinken.

Bei einer rationalen Betrachtung der bisherigen Daten zu den Bitcoin Halvings kommt man zu folgenden Überlegungen:

  • Zufall: Bis jetzt gab es erst drei Halvings. Mit so wenigen Datenpunkten könnte die beobachtete Korrelation zwischen Halving und dem Anstieg des Bitcoin-Preises auch rein zufällig sein.
  • Erwartungen: Viele Menschen kennen bereits die Verbindung zwischen Halving und Preissteigerung. Es ist daher möglich, dass diese Erwartungen bereits im aktuellen Kurs berücksichtigt sind.

Daraus folgt: Der Preis von Bitcoin könnte zwar in Zukunft nach einem Halving stark ansteigen, jedoch gibt es dafür keine Garantie.

Bitcoins kaufen

Früher musste man sich persönlich treffen, um Bitcoins mit Bargeld zu kaufen. Heute kann man bequem von zu Hause aus Bitcoin kaufen und sein gesamtes Erspartes darin versenken. Das funktioniert über sogenannte Kryptobörsen. Diese Börsen funktionieren ähnlich wie Plattformen für den Handel mit Aktien und ETFs. Sie bieten einen Marktplatz, auf dem man verschiedene Kryptowährungen kaufen und verkaufen kann.

Man kann Bitcoins direkt erwerben oder in ein Wertpapier investieren, das den Wert von Bitcoin abbildet. Dazu zählen Bitcoin-ETFs (Börsengehandelte Fonds) und Bitcoin-ETC (Börsengehandelte Rohstoffe).

Es ist jedoch besser, Bitcoin direkt zu kaufen, denn nur so kann man seine Bitcoins von der Börse abheben und selbst verwalten. Warum das wichtig ist, klären wir im nächsten Abschnitt. Zunächst schauen wir uns an, wie der Kauf von „echten“ Bitcoin überhaupt abläuft.

  1. Registrierung: Melde dich mit deiner E-Mail-Adresse bei der Kryptobörse deiner Wahl an.
  2. Bestätigung: Du erhältst eine E-Mail mit einem Link oder einer Bestätigung. Nachdem du diese bestätigt hast, kannst du dich mit deiner E-Mail-Adresse und deinem Passwort bei der Kryptobörse anmelden. Manche Plattformen verlangen zusätzlich deine Handynummer und die Einrichtung einer 2-Faktor-Authentifizierung, um die Sicherheit zu verbessern.
  3. Verifizierung: Seriöse Börsen führen eine sogenannte KYC (Know Your Customer)-Prüfung durch, um die Identität der Nutzer festzuhalten. Dies kann über die eID-Funktion deines Personalausweises, durch Hochladen eines Fotos deines Ausweises oder einen Videoanruf mit einem Mitarbeiter erfolgen.
  4. Einzahlung: Überweise Euro auf dein Konto bei der Kryptobörse, meist per SEPA-Überweisung. Das dauert normalerweise einen Werktag, bis das Geld ankommt. Einige Börsen akzeptieren auch Echtzeitüberweisungen, die innerhalb von Minuten verfügbar sind. Zahlungen per Kreditkarte oder PayPal sind zwar schneller, aber auch deutlich teurer und sollten daher vermieden werden.
  5. Bitcoin kaufen: Mit dem eingezahlten Geld kannst du nun Bitcoin auf der Plattform kaufen.
Ablauf, wie man auf Kraken Bitcoins kaufen kann.
Abbildung 5: Bitcoin kaufen auf der Kryptobörse Kraken funktioniert nach einer Einzahlung von Euro einfach über das Kaufmenü.

Beim Kauf von Bitcoins solltest du auf Folgendes achten:

🔒 Sicherheit der Bitcoins: Nach dem Kauf sollte man die eigenen Bitcoins nicht auf der Kryptobörse lassen. Es ist sicherer, sie selbst zu verwahren, falls der Anbieter pleite geht.

🤝 Wahl der Kryptobörse: Man sollte Börsen auswählen, die für ihren guten Ruf bekannt sind, transparent sind, geringe Gebühren haben und in der EU reguliert sind. Zuverlässige Börsen sind zum Beispiel Kraken, Bitvavo, Bison, BSDEX, Relai, 21bitcoin und Bitcoin.de.

⚠️ Vorsicht bei bestimmten Börsen: Man sollte Börsen meiden, die entweder im EU-Ausland sitzen, hohe und undurchsichtige Gebühren haben oder in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen gesorgt haben. Beispiele für solche Börsen sind etoro, crypto.com, Binance und Bitget.

Bitcoins sicher aufbewahren

Nach dem Kauf von Bitcoins stehen einem grundsätzlich zwei Optionen zur Verfügung: Die Bitcoins auf der Kryptobörse, wo sie gekauft wurden, liegen lassen oder sie auf ein eigenes Konto, eine sogenannte Wallet, übertragen.

Die alten Hasen aus der Bitcoin-Community empfehlen dringend, die Coins nicht auf den Plattformen zu belassen. Die Geschichte zeigt, warum dieser Rat sinnvoll ist: nach dem Zusammenbruch großer Kryptobörsen wie Mt.Gox und FTX haben viele Nutzer ihr gesamtes Guthaben verloren.

Wer seine Bitcoins selbst sicher verwahrt und sie rechtzeitig von der Börse abgezogen hat, war von solchen Pleiten nicht betroffen. Aber wie funktioniert die eigene Verwahrung von Bitcoins genau?

Bitcoin Wallet einrichten

Das Besondere an Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist, dass man sein Guthaben wirklich selbst verwalten kann, indem man einfach ein eigenes Passwort festlegt. Dieses Passwort wird auch als privater Schlüssel (private key) bezeichnet und besteht in der vereinfachten Form aus 12 oder 24 verschiedenen Wörter. Mit diesem Schlüssel kann man eine Adresse erstellen, auf der die eigenen Bitcoins gespeichert werden.

Heutzutage muss man das nicht mehr alles manuell machen, denn es gibt dafür spezielle Programme, sogenannte Wallets. Diese Wallets helfen einem, das eigene Passwort zu erstellen und die Adressen zu verwalten. Außerdem kann man damit auch Bitcoins versenden und empfangen.

Wallets arbeiten alle nach diesem Prinzip, aber es gibt verschiedene Arten, die unterschiedlich sicher sind:

Hardware Wallets

Diese Wallets funktionieren so, dass der private Schlüssel offline auf einem Gerät gespeichert wird, das ähnlich wie ein USB-Stick ist. Man kann auch Cold Wallet dazu sagen, weil das Risiko deutlich geringer ist, dass die Schlüssel von Betrügern gestohlen werden können.

Diese Wallets lassen sich zwar online nutzen und mit einem PC oder Smartphone verbinden, aber um Transaktionen zu bestätigen, muss man physisch Knöpfe auf dem Gerät drücken. Dadurch ist es unmöglich, dass Bitcoins ohne die Bestätigung des Nutzers versendet werden können und damit sehr sicher. 

Zu den beliebtesten Wallets dieser Art gehören BitBox, Ledger und Trezor.

Eingeschaltetes Ledger Nano X Hardware Wallet
Abbildung 6: Ein Ledger Nano X Hardware Wallet sieht aus wie ein kleiner, unscheinbarer USB-Stick und kann neben Bitcoin auch noch den Zugriff für Hunderte weitere Kryptowährungen sicher verwalten.

Software-Wallets

Das sind Apps oder Browser-Erweiterungen, die den privaten Schlüssel direkt in der Software speichern und mit einem Programm deine Bitcoins und andere Kryptowährungen managen. Sie bieten eine benutzerfreundliche Oberfläche mit allen notwendigen Funktionen einer Wallet. 

Allerdings kann es riskant sein, große Summen in solchen Wallets zu speichern. Wenn dein Computer durch Trojaner, Viren oder durch Klicken auf unsichere Links in E-Mails kompromittiert wird, könnten Fremde Zugriff erlangen und deine Bitcoins stehlen. Sie werden aus diesem Grund auch Hot Wallets genannt. Es ist daher ratsam, in Software Wallets keine großen Beträge über längere Zeit aufzubewahren. 

Zu den bekannteren Software-Wallets zählen Electrum, Exodus und Trust Wallet.

Screenshot vom Software Wallet Exodus im Chrome Browser.
Abbildung 7: Das Software-Wallet Exodus ermöglicht es Bitcoins und andere Kryptowährungen zu senden, zu empfangen und auf Websites zu verwenden.

Bitcoins von der Börse abheben

Möchte ich die gekauften Bitcoins von der Kryptobörse abheben, muss ich also folgendermaßen vorgehen:

  1. Eigenes Bitcoin Wallet einrichten
  2. Eigene Bitcoin-Adresse aus Wallet kopieren oder aufschreiben
  3. Bei Kryptobörse einloggen und auf Abheben / Auszahlen klicken
  4. Auswählen, was man abheben möchte und auf Kryptowährungen → Bitcoin klicken
  5. Die eigene Bitcoin-Adresse als Auszahlungsadresse eintragen
  6. Bestätigen und warten, bis die Transaktion verarbeitet wurde
Animierte Anleitung, wie man bei Bitvavo Schritt-für-Schritt seine Bitcoins abheben kann.
Abbildung 8: Beispiel, wie man auf der Kryptobörse Bitvavo die eigenen Bitcoins auf ein Wallet abheben kann.

Es gibt allerdings einiges, was man falsch machen könnte und im schlimmsten Fall zum Totalverlust der Coins führen kann. Daher solltest du Folgendes beachten:

  • Beim Einrichten eines Wallets ist es wichtig, sowohl die Hardware als auch die Software direkt vom Hersteller zu beziehen. Selbst Apps im Play Store oder App Store könnten gefälscht sein.
  • Man sollte seinen privaten Schlüssel (Private Key) niemals auf Webseiten eingeben oder jemandem mitteilen. Zudem ist es ratsam, den privaten Schlüssel nicht online zu speichern und ihn auch nicht in Word-Dateien auf dem Desktop zu kopieren.
  • Bei größeren Beträgen sollte man immer zuerst eine kleine Testsumme versenden. Da eine Bitcoin-Überweisung nicht rückgängig gemacht werden kann, verhindert dieser Schritt, dass man durch Tippfehler in der Adresse oder durch eine Verwechslung der Adresse seine Bitcoins verliert.

Quellen